Wochenrückblick Januar IV

"Auszüge aus der Geschichte des Dorfes Krumke und seiner hervorragenden Herren", so lautet der Titel meiner Projektarbeit im Fach Geschichte, die ich 1991 abgegeben habe. Lange musste ich nicht danach suchen, als sie mir für den Unterzeichnungstermin der Vereinbarung zur Erarbeitung des Bandes "Wissen der Region: Osterburg einst und jetzt" (dazu später mehr) wieder in den Sinn kam. Aber lange habe ich dann darin geblättert und so manches Mal herzlich gelacht. Die Schrift - noch so sauber - die Zeichnungen, die Ausdrucksweise :) Und dann die Beurteilung, von Herrn Spanier wohlgemerkt (wer ihn als Lehrer hatte, weiß was ich meine...): "Die Arbeit zeugt von großer Heimatliebe und von großem Interesse für die Geschichte dieser Heimat. Dabei werden Ergebnisse zutage gefördert, die unbedingt der Öffentlichkeit zugänglich gemacht werden sollten." Na wenn das nicht reicht ;) Mal sehen was nach dem Lektorat der ehemaligen Deutschlehrerin Bärbel Conrad und von Dr. Wolfgang Haacker, den beiden inhaltlich Verantwortlichen des Buches, daraus wird.

Schülerarbeit: Ländlich leben auch eine Option für Jugendliche?

...18 Jahre später sehen Projektarbeiten von Elftklässlern dann so aus... Sophie Frieseke vom Markgraf-Albrecht-Gymnasium hat sich im Fach Geografie von März bis Oktober 2018 mit der Einwohnerentwicklung von Osterburg beschäftigt.

  • Warum verliert die Einheitsgemeinde Osterburg seit der Wende Einwohner?
  • Wie wird sich die zukünftige Stadtstruktur entwickeln, wenn es so weiter geht?
  • Wie kann man Menschen nach Osterburg locken und eine Abwanderung bestmöglich verhindern?

Um Antworten darauf zu finden, hat Sophie Umfragen unter Einwohnern gemacht und auch mit mir dazu ein Interview geführt. Das Ergebnis hat sie mir am Dienstag, 29.01.2019, persönlich ins Rathaus gebracht. Ich schaue mir das 30 Seiten starke Dokument am Wochenende in Ruhe an und bedanke mich für die tolle Arbeit. Denn sie wird uns in der Verwaltung eine gute Unterstützung sein.

Bürgermeisterpokal Skatverein „Herz-Dame“ bleibt in Osterburger Händen

Und nun der Reihe nach... Am Sonntag, 27. Januar 2019, rangen 60 Kartenspieler bei der traditionellen Stadtmeisterschaft im Skat um den Bürgermeisterpokal. Der Verein "Herz-Dame" hatte dazu in die Altmärkische Kaffeestube eingeladen. Mit 2.704 Punkten hatte der Osterburger Heiko Johannes das beste Blatt des Tages. Ich freue mich sehr, dass der Titel in Osterburg bleibt und gratuliere auch an dieser Stelle noch einmal zum Erfolg. An den 15 Tischen waren Skatspieler aus Seehausen, Salzwedel, Bismark, verschiedenen Dörfern der Einheitsgemeinden Osterburg und Seehausen und sogar aus Rostock vertreten. (Foto: Volksstimme, Frank Schmarsow)

Elternbeiträge für Kita & Hort trotz neuem KiFöG nicht erhöhen

Am Montag, 28.01.2019, traf sich das Präsidium des Städte- und Gemeindebundes in der Landesgeschäftsstelle Magdeburg. Ein wichtiger Tagesordnungspunkt war das Gesetz zur Förderung und Betreuung von Kindern in Tageseinrichtungen und in Tagespflege des Landes Sachsen-Anhalt (kurz: Kinderförderungsgesetz - KiFöG). Eine schwierige Thematik, über die in vielen Gremien und auf diversen Ebenen heiß diskutiert wurde, finanzielle Auswirkungen in den Kommunen nach sich zieht und bei der ich darum jetzt ein bisschen ausholen möchte.

 

Das Wichtigste vorweg: Die Elternbeiträge für Kitas in Osterburg sollen nicht steigen, dafür werde ich mich im Stadtrat weiterhin einsetzen! Das Land kommuniziert zwar eifrig, dass die Kommunen mehr Zuweisungen bekommen, damit die Eltern entlastet werden. Fakt ist aber auch: durch geänderte Betreuungszeiten und einen höheren Personalschlüssel steigen die Kosten unterm Strich. Und zwar deutlich. Für Osterburg entsteht durch die KiFöG-Änderung bei den Kindergärten und -krippen ein finanzielles Defizit in Höhe von rund 200.000,00 Euro pro Jahr. Dieses muss nach meiner Meinung durch Haushaltsmittel ausgeglichen werden - nicht durch Erhöhung der Elternbeiträge.

 

Zum Hintergrund: Seit Einführung des KiFöGs im Jahr 2013 sind die Kosten gestiegen und mit der Gesetzesänderung noch einmal. Trotzdem halten wir per Stadtratsbeschlüsse an stabilen Elternbeiträgen für einen Kinderbetreuungsplatz bis zum Schuleintritt fest. Seit dem 1. Januar 2014 sind diese nicht gestiegen und das soll auch so bleiben. Innerhalb Sachsen-Anhalts gehören wir zu den Kommunen mit den geringsten Elternbeiträgen.

Zur Kostenerklärung: Die Finanzierung der Kindertagesbetreuung steht in Sachsen-Anhalt auf vier Säulen. Das Land selbst, die Landkreise und kreisfreien Städte, die Gemeinden und Verbandsgemeinden sowie die Eltern kommen dafür auf. Nach pauschalen Landes- und Landkreiszuweisung bleibt unterm Strich aber ein Fehlbedarf, den die Gemeinde unter anderem durch Elternbeiträge zu deckeln hat. Unsere Elternzulage liegt bei derzeit 36 Prozent des Fehlbedarfs im Krippen- und Kitabereich. Würden wir mit der KiFöG-Änderung die Kosten weiterhin an der 36-Prozent-Umlage für die Eltern bleiben, stiege der Beitrag. Mein Vorschlag: Die Elternbeiträge werden nicht erhöht und die Stadt trägt die mit dem neuen KiFöG entstandenen Mehrkosten allein. Damit beteiligen wir die Eltern an der Kostenumlage dann nur noch mit 29 Prozent.

 

Kitas müssen bezahlbar bleiben, damit Familie und Beruf vereinbar sind!

Bieseschau des Geflügelvereins wieder im Saal des Verwaltungsgebäudes

Weil die Musikmarkthalle am Großen Markt einen neuen Besitzer hat, wich der Verein für Rassegeflügelzucht 1931 Osterburg und Umgebung für seine Bieseschau schon 2018 in den Saal des Verwaltungsgebäudes aus. Am Dienstgnachmittag, 29.01.2019, traf ich mich mit dem Vereinsvorsitzenden Eckhard Gutowsky, um über eine Wiederholung am letzten Oktoberwochenende dieses Jahres zu sprechen. Nach Abstimmung mit dem Gebäudemanagement können auch 2019 im Saal Enten, Großhühner, Tauben & Co. im Saal bestaunt werden. Eine Aktion, die meines Erachtens nach bewahrt werden sollte. Bessere Vorkehrungen für Geruchsbarrieren zum Bürotrakt etc. werden getroffen.

Arbeitslosenzalen gegenüber dem Vorjahr gesunken - 7,6 Prozent (Stand Dez. 2018)

Am Dienstag führte ich außerdem ein ausführliches Gespräch mit Torsten Narr, dem Vorsitzenden der Geschäftsführung der Agentur für Arbeit in Stendal. Unter anderem ging es um die aktuellen Arbeitslosenzahlen im Geschäftsstellenbezirk Osterburg. Die Quote betrug im Dezember 7,6 Prozent; vor einem Jahr belief sie sich auf 7,8 Prozent. Eine erfreuliche Entwicklung.

Hauptausschuss behandelt 26 Punkte

Die ganze Woche war zwsichendurch gespickt mit diversen Beratungen, unter anderem mit den Biesebadbetreibern zur Saison 2019 oder einem HSG-Verantwortlichen zum diesjährigen Besuch des Wieluner Handballnachwuchses. Am Donnerstagabend, 31.01.2019, trafen sich die Mitglieder des Hauptausschusses, um über 26 Punkte der Tagesordnung zu beraten und Beschlüsse zu fassen. Im öffentlichen Teil der Sitzung ging es u. a. um die Durchführung des Radrennens 2019, den Ausbau "Neue Straße" in Flessau, die Annahmen von Spenden, die Benennung der Kreisstraße K 1071 und die Änderung von Straßennamen / die Neuzuweisung von Hausnummern in Osterburg. Weiter geht es mit diesen Themen und weiteren bei der nächsten Sitzung des Stadtrates am 7. Februar 2019.

Buch über Osterburg einst und jetzt - Autoren werden gesucht

Und jetzt zurück zum Anfang des Wochenrückblicks: Am Donnerstagvormittag unterzeichnete ich mit dem Vorsitzenden des Kulturfördervereins "Östliche Altmark" e. V., Eike Trumpf, eine Vereinbarung zur Umsetzung des 5. Bandes der Buchreihe "Das Wissen der Region" über "Osterburg einst und jetzt". Die für den Inhalt Verantwortlichen, Lektorin Bärbel Conrad und Dr. Wolfang Haacker (Foto stehend, v. r.), planen ein 450 Seiten starkes Buch in einer Auflage von 1.000 Stück.

Damit sind wir einen großen Schritt weiter, denn der Stadtrat hatte bereits 2013 einstimmig die Unterstützung des Projekts beschlossen. Aufgrund des Hochwassers wurde aber die Ausgabe zum Elbe-Havel-Winkel vorgezogen.

 

Ziel ist ein gutes Mischungsverhältnis aus Historie und Gegenwart, um den Entwicklungsprozess der Region darzustellen. Und da sind Sie gefragt - alle Bürgerinnen und Bürger der Ortschaften Ballerstedt, Düsedau, Erxleben, Flessau, Gladigau, Königsmark, Krevese, Meseberg, Rossau, Walsleben und Osterburg mit all den dazu gehörigen Ortsteilen, Siedlungen und Höfen. Beteiligen auch Sie sich inhaltlich an dem Buch! Nur so lässt sich die Vielfalt der Einheitsgemeinde Osterburg zeigen – aus Sicht von Jung und Alt, einst und jetzt.

 

Kontakt:


Bärbel Conrad,
Ernst-Drong-Str. 6,
39590 Tangermünde

oder

Dr. Wolfgang Haacker,
Kulturförderverein "Östliche Altmark" e. V.,
Gutshaus Krusemark,
Ellinger Str. 16,
39596 Hohenberg-Krusemark

Auch mündliche Erzählungen sind willkommen und werden entsprechend aufbereitet. Rückfragen und Terminvereinbarungen telefonisch unter 039322 / 228072 oder per Email an baerbelcorad@gmail.com

Herzliches Beileid dem Trauerhaus von Irene Mertens

Irene Mertens wurde am Freitag, 01.02.2019, nach einem tragischen Unfall in Osterburg beigesetzt. Ihren Angehörigen gilt mein herzliches Beileid.

 

1943 in Krusemark geboren, lernte sie von 1960 - 1964 Dekorateurin und Plakatmalerin, arbeitete schließlich in dem Beruf und schloss eine weitere Ausbildung zur Textilgestalterin ab. Vielen ist sie als Mitarbeiterin im Kreiskultur-Kabinett Osterburg von 1973–1983 bekannt und / oder auch seit 1991 als Initiatorin des Ostermarktes in Osterburg als Treff von Kunsthandwerkern. Ihre künstlerischen Arbeiten hat Irene Mertens in vielen deutschen Städten, aber auch in Italien, Frankreich, Kuba oder Mexiko ausgestellt.

Jahreshauptversammlung der Freiwilligen Feuerwehr Osterburg

Freitag Abend fand im Saal der Stadtverwaltung die Jahreshauptversammlung der Osterburger Feuerwehr statt. Stadtwehrleiter Sven Engel ließ das Jahr 2018 Revue passieren. Dieses war von einer besonders großen Anzahl an Brandeinsätzen geprägt. Erfreulich ist, dass die Kinder- und Jugendarbeit mittlerweile Früchte trägt und die Einsatzabteilung stärkt. Um hier noch erfolgreicher zu sein, hat die Stadt seit kurzem eine hauptamtliche Brandschutzerzieherin in Dienst gestellt. Lena Bornowski wird an den Schulen und Kitas der Einheitsgemeinde Arbeitsgemeinschaften Brandschutz durchführen und so das Interesse der Kleinen am Feuerwehrdienst wecken und am Leben halten. Dies sein, so Lutz-Georg Berkling, Referatsleiter Brandschutz im Innenministerium von Sachsen-Anhalt, einmalig im Land. Aber nicht nur dieses Lob hat der Mann aus dem Innenministerium mitgebracht. Er übergab mir an diesem Abend auch den symbolischen Schlüssel für das neue LF 20 (Erläuterung hier), welches das Land mit 125.000 EUR gefördert hat. Der Hauptteil der Gesamtkosten i.H.v. 330.000 EUR wurde aus der Kasse der Einheitsgemeinde beglichen. Den Schlüssel behielt ich natürlich nicht bei mir, sondern übergab ihn gleich in die zuständigen Hände von Stadtwehrleiter Engel. Dass die Stadt aber nicht nur alles mögliche zur technischen Ausstattung unternimmt, sondern auch zur personellen, konnte ich in meinen Grußwort ebenfalls deutlich machen. Denn im letzten Jahr habe ich fünf Feuerwehr-Kameraden als hauptamtliche Mitarbeiter der Stadt eingestellt.

Nach den schweren Einsätzen des letzten Jahres, sprach ich den Kameraden und ihren Angehörigen meinen ganz besonderen Dank mit folgendem Grußwort aus:

Liebe Kameradinnen, liebe Kameraden,

 

was für eine zerstörerische Kraft so ein kleiner Funken in sich birgt, das haben wir alle beim Waldbrand an den Gleisen zwischen Seehausen und Behrend vor kurzem erlebt. 25 Hektar Totalschaden haben die Flammen bei diesem seit 20 Jahren verheerendsten Waldbrand im Landkreis Stendal angerichtet. Ohne Unterstützung, auch aus Ihren Reihen, ohne diesen Zusammenhalt aller wäre das Feuer vielleicht außer Kontrolle geraten. Ich möchte Ihnen als aktive oder ehemals aktive Feuerwehrleute stellvertretend für alle Bürgerinnen und Bürger in den Dörfern und der Stadt – auch über unsere Einheitsgemeindegrenzen hinaus – herzlich danken. Denn ein Großbrand wie der vor vier Monaten zeigt, dass Feuer keine Grenzen kennt, erst recht keine Gemeindegrenzen. Darum ist und bleibt der Brandschutz eine Aufgabe, die nicht hoch genug angesiedelt, gewertschätzt und unterstützt werden kann. Für die Förderung der Feuerwehren wurden 2018 ganz wichtige Weichen gestellt. Wir haben einen zweiten Gerätewart sowie eine Brandschutzerzieherin eingestellt. Seit dem 14. Januar ist Lena Bornowski in unseren vorschulischen und schulischen Einrichtungen unterwegs, um in Arbeitsgemeinschaften, Unterrichtseinheiten oder an Projekttagen die Kinder- und Jugendfeuerwehren auf den Dörfern und in der Stadt zu unterstützen und zu stärken. Kinder frühzeitig für die Feuerwehr zu begeistern, geht uns alle an. Und ich bin sicher, dass dies durch kontinuierliche Brandschutzerziehung in den Kitas und an den Schulen funktionieren kann. Denn Interesse und Neugier wecken, dann aufrechterhalten und so langfristig engagierte Kameradinnen und Kameraden gewinnen
– all das macht unsere Feuerwehr fit für morgen. Um darüber hinaus die personelle Einsatzbereitschaft abzusichern, achtet die Stadt bei Einstellungen konsequent darauf, Kameradinnen und Kameraden der Feuerwehren zu bevorzugen. So habe ich im letzten Jahr fünf Kameraden als hauptamtliche Mitarbeiter einstellen können. Aber auch die technische Einsatzbereitschaft steht im Focus. Durch Förderungen des Landes konnten wir das eben übergebene neue Löschfahrzeug (LF 20) beschaffen und den Gerätehausumbau in Osterburg beenden. Für dieses Jahr haben wir Fördermittel für ein Mittleres Löschfahrzeug und ein Tanklöschfahrzeug beantragt. Geklärt wurde die Standortfrage des Gerätehauses in Rossau, in Erxleben werden noch Details besprochen. Sie alle hier im Saal wissen besser als ich, was es heißt im Feuerwehreinsatz zu sein, wie viele verschiedene Gesichter dieser hat. Denn auch für Qualifikationen und Weiterbildungen, Ausbildungs- und Übungsdienste, bei Zeltlagern und anderen Veranstaltungen sind Sie unermüdlich bereit. Ich danke den Kameradinnen und Kameraden für die auch unter schweren Bedingungen ständige Einsatzbereitschaft – Tag und Nacht. Ich danke auch den Ehepartnern und Familien. Sie halten Ihnen oft den Rücken frei, teilen Ihre Freuden und Sorgen, bestärken und unterstützen Sie, um das Ehrenamt "Feuerwehrfrau / Feuerwehrmann" ausüben zu können. Ich wünsche Ihnen persönlich weiterhin alles Gute und immer eine gesunde Heimkehr von Ihren Einsätzen.